Kirschwasser
Auf die Frage hin, was als typisch deutsche Spirituose gelten kann, wird neben Korn und Weinbrand auch die Bezeichnung Kirschwasser fallen, wobei von vielen Befragten gleich die Wortkombination "Schwarzwälder Kirschwasser" gewählt wird.
Auf die Frage hin, was als typisch deutsche Spirituose gelten kann, wird neben Korn und Weinbrand auch die Bezeichnung Kirschwasser fallen, wobei von vielen Befragten gleich die Wortkombination "Schwarzwälder Kirschwasser" gewählt wird.
Jahrhundertelange Tradition hat Kirschwasser zum wahrscheinlich vollkommensten Erzeugnis unter den vielfältigen Obstbränden werden lassen.
Wer dem nicht zustimmen kann, muß zumindest einräumen, daß Kirsch das bekannteste und beliebteste Produkt in dieser Kategorie ist. Hierzu trägt nicht nur die Güte der an sonnigen Südhängen des Schwarzwaldes gewachsenen Kirschen, sondern auch die sorgfältige Herstellung dieses Edelbranntweins bei.
Erzeugnisse aus Bergkirschen der südlichen Gneis- oder Granithänge gelten für wertvoller als solche aus "Talkirschen", die auf Sandböden gewachsen sind.
Ganz besonders gute Kirschwässer sollen aus dem Renchtal, aber auch aus andern Schwarzwaldtälern kommen. Wenn auch nicht bestritten werden kann, daß das Schwarzwälder Kirschwasser seinen guten Ruf zu Recht hat, so kann auf der anderen Seite nicht übersehen werden, daß ebenfalls aus guten Kirschenlagen außerhalb des Schwarzwaldes qualitativ hervorragende Kirschwässer geliefert werden.
Kein Wunder, daß sich die meisten Großbetriebe, die Kirschwasser herstellen, im Schwarzwald befinden. Aber auch die "Namenlosen" verstehen es, einen guten Kirsch zu brennen.
Noch Zehntausende zählen die badischen Kleinbrenner, Abfindungsbrenner und die "Stoffbesitzer". Das sind nach dem Branntweinmonopolgesetz Erzeuger, die keine eigene Brennerei besitzen, aber selbstgewonnenes Obst in der Brennerei eines anderen brennen.
Der Mindestalkoholgehalt für Kirschwasser beträgt 37,5 % vol., jedoch für "Schwarzwälder Kirschwasser" (und "Fränkisches Kirschwasser") 40 % Vol.
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