Dank der freundlichen Hilfe der lippischen Landesbibliothek in Detmold.
In der Geschichte wird erstmals am 5. Mai 1807 das 1. Bat. von 4 Kompanien erwähnt, das aus vorhandenen Stämmen errichtet wurde.
Bildet mit 1 Kompanie von Schaumburg-Lippe das II. bat. der sog. "Fürstendivision" des Rheinbundes.
Am 27. Mai 1867 wurde lt. Militärkonvention mit Preußen die Fürstendivision aufgelöst. 30 Offiziere und 254 Mann in das Füsilier-Bat. des 6. Westfälischen Inf.-Rgts. eingestellt:
1815 gleicht die Uniform der Figur des Lippischen Schützen am meisten und zeigt noch den franz. Einfluss. Der 1840 durch den preuß. Einfluss ersetzt wird.
1.)
Um 1800 hatten die schmucken lippischen Füsiliere ihre Quartiere in Bürgerhäusern der Stadt Detmold. Morgens erfolgte das allgemeine Wecken und der Ruf zum Dienst von der Hauptwache aus, die am Schlossplatztor an der Langen Str. gerade fertig gebaut war. Abends um neun Uhr blies dort der Hornist seinen Zapfenstreich vernehmlich für den ganzen Ort. Aus dieser Zeit stammt das bekannte Bild von dem "einen" Soldaten an dem großen Tor.
2.)
Nach dem 1. Weltkrieg entstand als sog. "Notgeld" der lipp. Soldat auf einem 50 Pfennigschein der Stadt Detmold. In dem blauen Rock von 1830 mit weißen Leinenhosen und weißen Gamaschen über schwarzen Schuhen schaut uns ein Soldat an, in lockerer Haltung "Gewehr bei Fuß". In unzähligen Stücken verbreitet hat gerade dieses Notgeld in ganz Deutschland und darüber hinaus "Lippe-Detmold" bekannt gemacht. Seit dieser Zeit marschiert der eine Lippische Schütze auf dem lippischen Volksfesten oft genug an der Spitze des Zuges.
Das zum Volkslied gewordene Lied vom dem "einen Soldaten" entstand nach der Schlacht bei Preußisch Eylau im Winterfeldzug 1807 und der älteste bekannte Druck stammt aus dem Jahre 1842. Später habe das Lied seine Wanderschaft nach Minden in Westfalen angetreten und sei von dort nach Detmold gekommen. Anfang des 20. Jahrhunderts war das Lied bereits so bekannt, dass die Bezeichnung "Lippe Detmold" auf den Namen des Fürstentums überging.